Kinesiologie

Das Wort "Kinesiologie" stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus den Wörtern kìnesis (Bewegung) und lògia (Lehre) zusammen. In der Wissenschaft und Medizin steht "Kinesiologie" für Bewegungslehre und Untersuchung der Muskeln.

Angewandte Kinesiologie (AK) beschreibt eine noch recht junge Methodik auf der Basis der Theorie eines körpereigenen Rückmeldesystems – dem Muskeltest. Dieses Rückmeldesystem ist sehr einfach und präzise. Es ist ein Muskeltest, durch den festgestellt werden kann, ob unser autonomes Nervensystem richtig funktioniert oder ob eine Blockade vorliegt. Dieser spezielle Test ermöglicht es, den Körper als Bio-Feedback-Messgerät zu eichen und zu verwenden.

Die AK macht sich viele bestehende und seit vielen Jahren anerkannte Modelle zunutze, unter anderem auch das Energiemodell der chinesischen Akupunkturlehre. Dieses beruht auf den Beziehungen zwischen den so genannten Energiebahnen im Körper (Meridianen) und bestimmten Organen. Dr. Goodheart, ein amerikanischer Chiropraktiker, beschrieb etwa 1970, dass Meridiane und Organe miteinander und darüber hinaus auch mit jeweils ganz bestimmten Muskeln in Verbindung stehen. Dr. Diamond, ein australischer Arzt, vermutete, dass eine ebenso enge Beziehung zu vorherrschenden Emotionen und Seelenbildern bestehen müsse, die über den Muskeltest erfasst werden können.

Letztlich geht es der AK in diesem Zusammenhang darum, energetische Ungleichgewichte zu erkennen und auszugleichen (zu balancieren). Die AK geht von der Annahme aus, dass der menschliche Organismus selbst am besten "weiß", was ihm gut tut, was ihm hilft, was ihm fehlt oder ihn stört.

Über das Feedbacksystem der Muskelreaktion kann es der AK gelingen, den Körper auf einfache Art direkt zu befragen, oder auch in einem Dialog mit dem Unterbewusstsein traumatische Erlebnisse zu ergründen. Ein Hauptvorzug der AK liegt darin, dass sie dem Körper erlaubt, unmittelbar mitzuteilen, was zur Behebung eines bestimmten Problems oder zur Erreichung eines bestimmten Ziels getan werden kann.

So wird sichergestellt, dass nur die jeweils angemessenen, vom Körper geforderten und akzeptierten Maßnahmen ergriffen werden; er gibt vor, was, wann, wo und in welcher Reihenfolge getan werden könnte. Dieses Vorgehen verhilft dem Betroffenen, die Behandlung zu verstehen, Reaktionen zu erkennen und ermöglicht größere Autonomie. Auf diese Weise ist eine dauerhafte Lösung ohne Symptomverschiebung möglich.

Meine Lehrgänge in Kinesiologie habe ich in den Jahren 1998-1999 absolviert und aktualisiere die Kenntnisse regelmäßig